Hertha BSC GmbH & Co KGaA vs. FC Schalke 04 e.V.

Wenn Schalke gegen Hertha spielt, dann is das ja schon fast traditionell und rituell, dass sich eine weitaus größere Menge als üblich von JB aus in Bewegung setzt. Ebenso obligatorisch ist da die Fahrt mit dem Zug.

Und weil Tradition und Schalke ja untrennbar verbunden sind, trafen wir uns auch an diesem dritten Spieltag zur ersten gemeinsamen Fahrt der noch jungen Saison. Trotz zweier Niederlagen im Vorfeld konnte man optimistisch sein und so erwarteten sich strahlende Gesichter bei strahlendem Sonnenschein:

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Der Zug war pünktlich, demnach auch Maddin, der die Strapazen einer Zugfahrt von Chemnitz nach Berlin mit Halt in JB auf sich nahm. Die Stimmung war bestens und zwar weil die Sonne schien und nicht weil Maddin tschechisches Dosenbier mitbrachte. Vielleicht schien die Sonnen aber auch, weil Maddin tschechisches Dosenbier hatte, das weiß man nicht so genau. Wir nahmen auf jeden Fall im ersten Wagen (vorn) Platz und ließen die Bahn ihren Dienst bis zum Hauptbahnhof verrichten. Hier angekommen, ließen wir die Tradition nicht abbrechen und verließen kurz dem Bahnhof für Frischluftzufuhr:

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Hiernach dann auf fast direktem Weg zum Stadion, wo es aufgrund unserer ungewohnt frühen Ankunft ungewohnt leer war. Aber wir nutzten diesen Zeitvorteil clever und genossen Sonne, Kaltgetränke und jede Menge dummer Sprüche auf den Stadionterassen.

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Eine wie ich finde, immer wieder schöne Angelegenheit. Und, ich darf für mich sprechen: der beste Teil des Tages. Denn was dann im Stadion passierte, war eher mau.

Das Spiel auf beiden Seiten ideenlos, Schalke gelang wenig, Hertha ebenso. Nach der Pause konnte Schalke kurz mal Zugriff nehmen, durch Fehler in der 68., der zum Tor führte, war der Faden aber gerissen und alles löste sich dann mit dem zweiten Treffer der Herthaner in der 81. komplett auf.

Analog dazu entwickelte sich irgendwie logisch die Stimmung in der Kurve. Ich für meinen Teil habe es, bis auf den Stimmungsboykott seinerzeit gegen Gladbach noch nicht erlebt, dass es so ruhig war in der Kurve wie nach dem zweiten Treffer. Auch nach dem Spiel schien man sich nicht einig, wie man den Spielern, die sich in die Kurve begaben, begegnen wollte. Vereinzelter Applaus, leise Pfiffe, die erstummten, als Benni sich den Fans zuwandte und seinen Gestern nach um Ruhe und Geduld bat. Dann doch noch ein Applaus. Insgesamt doch recht enttäuschend. Die Heimfahrt stellte sich dann im Prinzip wie die Hinfahrt dar- nur ohne tschechisches Bier und mit weniger Euphorie.

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Eines ist aber sicher: Hertha, wir kommen wieder!

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